Schriftsteller*in

Andere Bezeichnung(en): Autor*in

Berufsbeschreibung

Schriftsteller*innen verfassen unterschiedlichste Texte wie z. B. Sachbücher, Romane, Hörspiele, Theaterstücke, journalistische Arbeiten etc. und veröffentlichen sie als Buch (oder E-Book, Hörbuch) über Verlage oder in Zeitschriften und Zeitungen, immer häufiger aber auch im Internet in Blogs oder ähnlichen Beiträgen.
Zuerst suchen die Schriftsteller*innen nach einem geeigneten Thema und entwickeln üblicherweise einen Plot, bevor sie mit dem Schreiben des Manuskripts beginnen. Das fertige  Manuskript (oder erste Ausschnitte) legen sie einem Verlag vor. Wird es angenommen, schließen sie mit dem Verlag (oder einem Theater, einer Rundfunkstation usw.) einen Vertrag ab. Sie halten Vorträge und treten bei öffentlichen Lesungen auf.

Schriftsteller*innen arbeiten meist freiberuflich. Sie haben - je nach Art des Schriftwerkes - Kontakte zu unterschiedlichen Fachkräften des Literaturbetriebs (z. B. Verlagsmitarbeiter*innen, Lektor*innen, Redakteur*innen), Journalist*innen und ihren Leser*innen.

Schriftsteller*innen verfassen zu den unterschiedlichsten Themen Sachbücher, Romane, Gedichte, Kinder- und Jugendbücher, Hörspiele, Theaterstücke, journalistische Arbeiten usw. und veröffentlichen diese als Buch, E-Book oder Hörbuch über Buch-, Zeitschriften-, Zeitungs- und Multimediaverlage. Immer wichtiger wird für Schriftsteller*innen das Internet als Veröffentlichungsmedium. Dort stellen sie ihre Texte (oder Textauszüge) als Blog oder ähnliche Beiträge bereit und machen so auf ihre Werke aufmerksam.

Die Vorgangsweise beim Schreiben eines Buches kann sehr unterschiedlich sein. Zuerst werden sich Schriftsteller*innen aber einmal ein geeignetes Thema suchen und üblicherweise einen Plot, ein  Exposé dazu entwickeln, bevor sie mit dem Schreiben des Manuskripts beginnen. Mit der Idee (dem Plot oder  Exposé) beginnt meist bereits die Suche nach einem interessierten Verlag. Mitunter suchen Schriftsteller*innen aber auch erst mit dem fertigen  Manuskript einen Verlag. Mit der Verlagssuche ist auch die Suche nach und Auswahl einem/einer geeigneten Lektor*in (siehe Verlagslektor*in) verbunden. Diese überprüfen das  Manuskript sowohl formal auf Richtigkeit der Rechtschreibung und Grammatik als auch inhaltlich auf Verständlichkeit, logische Zusammenhänge usw., nehmen Korrekturen vor und machen Vorschläge für Änderungen und Verbesserungen.

Schriftsteller*innen führen inhaltliche Recherchen zu ihren Textideen durch, damit auch in Romanen und fiktiven Texten Sachinformationen korrekt wiedergegeben sind. Sie diskutieren ihre Ideen, Plots und Manuskripte mit Verleger*innen und Lektor*innen, aber auch im Freundes- und Bekanntenkreis und arbeiten Änderungsvorschläge ein. Manchmal machen sie erste Textauszüge und Entwürfe über soziale  Medien zugänglich, um die Reaktion der Leser*innen zu testen. Das Schreiben des Manuskripts kann sehr unterschiedliche erfolgen. Manche Schriftsteller*innen schreiben ihre Texte praktisch ohne Unterbrechung am Stück durch, andere schreiben am Tag nur wenige Seiten.

Das fertige  Manuskript legen Schriftsteller*innen ihrem Verlag vor oder suchen damit einen Verlag. Verträge zwischen den Schriftsteller*innen und einem Verlag werden entweder bereits auf Basis einer Idee/eines Plots geschlossen und dabei ein Zeitrahmen für die Erstellung des Werkes vereinbart, oder erst bei Vorliegen eines fertigen Manuskripts.
Wurde ein Werk unter Vertrag genommen, beginnt die Vermarktung. Um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und mit dem Publikum in Kontakt zu kommen, führen Schriftsteller*innen Lesungen aus ihren Werken durch, nehmen an Literaturfestivals und anderen Veranstaltungen teil, publizieren im Internet, bemühen sich um Rezensionen in Zeitungen und Zeitschriften oder Literatur-Blogs usw.

Neben der kreativen Tätigkeit des Schreibens gehören aber auch administrative, organisatorische Arbeiten zu den Aufgaben von Schriftsteller*innen. Sie müssen Termine für Besprechungen mit Verlagsmitarbeiter*innen und Lektor*innen oder für Lesungen organisieren, Verträge prüfen, Honorare abrechnen, Steuererklärungen und andere Finanzamtsmeldungen erstellen und fristgerecht abgeben und sich um die Sozialversicherung kümmern.

Teilweise sind Schriftsteller*innen auch unterrichtend tätig und vermitteln ihren Zugang zum Schreiben an Nachwuchsschriftsteller*innen.

Schriftsteller*innen arbeiten mit Computer, Laptops, Notizblöcken, Schreibgeräten, Aufnahmegeräten und diversen Kommunikationsgeräten (Telefon, Mobiltelefon, E-Mail, Online- und Web-Chats). Sie bearbeiten Recherchematerial, Artikel, Zeitungen, Bücher sowie Internetseiten und führen Dokumentationen, Schriftverkehr mit Behörden etc. Außerdem verwenden sie diverse Büromaterialien bediene Bürogeräte (Drucker,  Scanner und Kopiergeräte etc.).

Schriftsteller*innen arbeiten meist freiberuflich. Sie übernehmen auch Auftragsarbeiten, wie z. B. ein Buch zu einem bestimmten Thema zu schreiben (z. B. Biografien, dokumentarische Literatur) oder ein Drehbuch für ein Fernseh- oder Hörspiel zu verfassen (siehe hierzu auch Drehbuchautor*in).

Schriftsteller*innen sind an keine Arbeitsorte gebunden. Ideen entwickeln und schreiben kann an den unterschiedlichsten Orten funktionieren und jeder/jede Schriftsteller*in bevorzugt andere Orte für die kreative Arbeit. Üblicherweise haben sie auch ein Büro - meist bei sich zu Hause - in dem sie arbeiten und organisatorische und verwaltende Aufgaben erledigen.

Schriftsteller*innen haben Kontakte zu Fachkräften des Literaturbetriebes, z. B. zu Mitarbeiter*innen von Verlagen (siehe Verleger*in (Buch), Verlagsfachmann / Verlagsfachfrau, Verlagslektor*in), Mitarbeiter*innen von Zeitschriften und Zeitungen (siehe z. B. Redakteur*in, Journalist*in) und bei Lesungen, Vorträgen, Literaturfestivals zu ihren Leser*innen.
Wird ein Buch verfilmt, oder handelt es sich um Drehbücher oder Hörspiele, so haben die Autor*innen auch Kontakt zu Fachkräften aus dem Film- und Theaterbereich (z. B. Regisseur*in, Dramaturg*in).

Die Arbeitsweisen und Arbeitstechniken von Schriftsteller*innen sind sehr unterschiedlich. Gemeinsam ist bei allen schriftstellerisch Tätigen, einen Kontakt zu Mitarbeiter*innen des Literaturbetriebs (vor allem zu Verleger*innen) herzustellen und zu pflegen:

  • organisatorische Tätigkeiten: Verlage anschreiben, kurze Inhaltsangaben (Exposés/Plots) erstellen
  • Lektor*innen auswählen
  • inhaltliche Recherchen zu den Textideen durchführen
  • Texte erstellen/schreiben
  • Besprechungen mit Lektor*innen, Verleger*innen, Redakteur*innen durchführen, Änderungsvorschläge diskutieren und einarbeiten
  • Korrekturen und Vorschläge von Lektor*innen einarbeiten und die Texte in die endgültige Form bringen
  • nach einer Veröffentlichung: Lesungen abhalten, Vorträge halten etc.
  • im Bereich Sachbuch: Recherchen anstellen, Interviews führen, Fakten prüfen und auswerten
  • Verträge ausverhandeln, Verwaltungsarbeiten durchführen

Schriftsteller*innen arbeiten freiberuflich. Im journalistischen Bereich sind sie mitunter bei Tageszeitungen oder Zeitschriften und Verlagen angestellt.

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

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