Speiseeiserzeuger*in

Berufsbeschreibung

Speiseeiserzeuger*innen sind im Gastgewerbe, in handwerklichen Betrieben und in Industriebetrieben beschäftigt und erzeugen verschiedene Speiseeissorten und Erzeugnisse aus Speiseeis (z. B. Eiscreme, Fruchteis, Eistorten). Je nach Rezept mischen sie die Zutaten, erhitzen sie in der Pasteurisierungsanlage und kühlen sie abschließend ab. Sie bedienen, überwachen und steuern Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Speiseeis und Portionierungs- und Verpackungsformen (z. B. Eisbecher, Eis am Stiel oder Haushaltspackungen). Speiseeiserzeuger*innen arbeiten in Betrieben, die Speiseeis herstellen, in Eiscafés und Konditoreien mit Berufskolleg*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften zusammen.

Speiseeiserzeuger*innen verarbeiten verschiedene Rohstoffe und Zusatzstoffe zu diversen Eissorten. Sie stellen die Zutaten (Wasser, Milch, Fruchtzusätze, Vanille, Farb- und Geschmackstoffe etc.) nach vorgegeneben Rezepten zusammen und vermischen sie mithilfe von Misch- und Rühranlagen. Speiseeiserzeuger*innen  pasteurisieren die Masse, kühlen die Roheismischung ab und lassen sie in Gefrieranlagen ("Freezer") vorfrieren. Die vorgefrorene Masse wird in Portionsformen oder in Behältnisse unterschiedlicher Größe abgefüllt und zum Nachhärten in Tiefgefrierräume gebracht.

In größeren Betrieben bedienen, überwachen und steuern Speiseeiserzeuger*innen während des Produktionsprozesses verschiedene Maschinen und Anlagen. Sie kontrollieren die Funktionen und Einstellungen und sorgen für einen störungsfreien Produktionsablauf. Abschließend verpacken sie die Eisprodukte und stellen sie zur Auslieferung bereit.
In gastgewerblichen Betrieben stellen sie das Eis jeden Tag frisch her und sind auch an der Kreation neuer Eissorten beteiligt.

Speiseeiserzeuger*innen beachten bei ihrer Arbeit die Vorschriften des Lebensmittelgesetzes, insbesondere die hygienischen Anforderungen. Sie entnehmen Kostproben, um Geschmack, Qualität und Aussehen des Speiseeises zu überprüfen. Sie achten auch darauf, dass in der Küche bzw. in den Produktionsräumen alles sauber ist; sie reinigen bzw.  desinfizieren alle Arbeitsgeräte nach Gebrauch sorgfältig.

Speiseeiserzeuger*innen verwenden zur Zubereitung der Eissorten Früchte, Milch, Sahne, Aromastoffe, Nüsse, Zucker usw. Sie bedienen u. a. Misch- und Rühranlagen, Homogenisier- und Pasteurisieranlagen, Abfüllanlagen und Verpackungsmaschinen. Sie verwenden Waagen, Rührgeräte, Spachteln und arbeiten zu einem beträchtlichen Teil auch nur mit ihren Händen. Speiseeiserzeuger*innen benützen vorgegebene  Rezepturen, sie führen Bestelllisten und kennen die Vorschriften des Lebensmittelgesetzes. Bei Reinigungs- und einfachen Wartungsarbeiten hantieren sie auch mit Zangen, Schrauben, Schraubenzieher, Reinigungs- und Desinfektionsmitteln.

Im Bereich des Gastgewerbes werden Speiseeis und Eisspezialitäten in Küchen der Betriebe vor Ort hergestellt, ansonsten arbeiten Speiseeiserzeuger*innen in Produktionshallen der Süßwarenindustrie. Sie sind gemeinsam mit Berufskolleg*innen und Vorgesetzten, mit Mitarbeiter*innen des Gastgewerbes oder mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften der Süßwarenindustrie tätig.

  • Speiseeiszutaten nach Rezept auswählen und zusammenstellen (z. B. Wasser, Milch, Fruchtzusätze, Vanille, Farb- und Geschmackstoffe)
  • Zutaten in Rühr- und Mischanlagen mischen und anrühren
  • Maschinen und Anlagen zur Speiseeiserzeugung steuern und bedienen
  • Produktqualität überprüfen, Proben entnehmen
  • Hygienevorschriften beachten
  • Speiseeis in unterschiedlichen Portionen und Verpackungsformen abfüllen und verpacken
  • Reinigungs- und Wartungsarbeiten durchführen
  • Mittel- und Großbetriebe der Speiseeiserzeugungsindustrie
  • große Gastronomiebetriebe, Eiscafés und Konditoreien

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 homogenisieren pasteurisieren